Das Echte spüren

Regionalität

Tradition & Regionalität bei Josko

1960 haben wir als
kleine Familientischlerei begonnen ...

... Fenster, Türen und auch Möbel in Handarbeit aus Holz zu fertigen. Was daraus bei Josko alles werden sollte, konnten wir seinerzeit natürlich noch nicht ahnen. Aber mit unserer großen Liebe zu Holz haben wir damals schon Recht gehabt. Schon als ich ein Kind war, war Holz überall um mich herum. Holz und Wald waren für mich das, was für einen Fisch das Wasser bedeutet«, erinnert sich Johann Scheuringer jun. an eine enge Beziehung zur Natur, die bei Josko schon lange eine wichtige Rolle spielt. Denn einerseits lieferte das Holz aus dem oberösterreichischen Sauwald und aus vielen anderen Wäldern Österreichs schon vor sechzig Jahren den natürlichen

Rohstoff, aus dem bei Josko die ersten Fenster und Türen in Handarbeit getischlert wurden. Und andererseits bot die weite Welt des Waldes rings um den elterlichen Betrieb in Kopfing damals einen riesigen Abenteuerspielplatz, an den der heutige Josko CEO noch heute gerne zurückdenkt: »Wenn wir nicht zur Schule mussten, waren wir Kinder von früh bis spät im Wald. Wir sind auf hohe Bäume geklettert, hatten mehrere Baumhäuser gleichzeitig in Arbeit, haben unzählige Steinschleudern und Speere geschnitzt und im Wald Dinge erlebt, bei denen Eltern heute wahrscheinlich einen Herzinfarkt erleiden würden.«

Erinnerung um 1960

Gründer Johann Scheuringer sen. (3. v. l.), sein Bruder Alois Scheuringer (ganz r.), die ersten Mitarbeiter sowie der erste Lehrling Johann Strasser (2. v. r.), der bis zu seiner Pensionierung als Josko Entwicklungsleiter tätig war.
Die Wiederentdeckung einer Sehnsucht

Die wilden Kinderjahre im Wald sind zwar lange vorbei, doch ein Gefühl ist geblieben – ein Gefühl, das viele Menschen jedoch heute sehr vermissen, wie Johann Scheuringer denkt: »Je schnelllebiger und komplexer unser Leben wird, desto stärker wird auch unsere Sehnsucht nach dem Echten, Ehrlichen und Ursprünglichen. Zugleich denken immer mehr Menschen bewusst bei ihren Lebensentscheidungen über die Zukunft unserer Umwelt und kommender Generationen nach. Damit ist das Thema Nachhaltigkeit ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen geworden, das in unserem Leben eine immer größere Rolle spielt. Und diese neuen Wünsche und Anforderungen bringen speziell beim Thema Wohnen und Bauen das lebendige Material Holz mit all seiner Emotion wieder mehr denn je ins Spiel.«
 

Von Holz
haben wir viel gelernt

Zwar ist Josko genauso auch ein bewährter Spezialist bei Alu- und Kunststofffenstern. »Den Kern unserer Philosophie, die wir konsequent auf sämtliche Materialien anwenden, hat uns allerdings das Holz gelehrt«, wie Johann Scheuringer betont. »Wir wollen ehrliche Produkte und Ideen anbieten, bei denen man die Gewissheit verspürt, sich für das Richtige zu entscheiden und dabei bleiben zu wollen – und das für lange Zeit.

Und hier liefert Holz mit seiner besonderen Langlebigkeit und Zeitlosigkeit rundum überzeugende Antworten, beim Gefühl genauso wie bei der Vernunft, bei modernen Wohnstilen genauso wie bei klassischen Wohnwünschen. Denn Holz ist Leben und Vielfalt pur – und das in einer der schönsten und nachhaltigsten Formen, die uns die Natur zu bieten hat.«

5 Fragen an Johann Scheuringer jun., CEO von Josko

Für mich ist etwas echt, wenn es nicht versucht, etwas anderes zu sein oder etwas zu verbergen. Oder anders gesagt: Alles, was nicht echt ist, ist eine Täuschung. Denn man versucht oft, billigere Materialien teurer und wertvoller aussehen zu lassen, als sie tatsächlich sind – aber nie umgekehrt. Deshalb werden Sie beispielsweise häufig Produkte aus Kunststoff finden, welche versuchen, die Optik von Holz nachzuahmen – aber kaum ein Produkt aus Holz, das die Optik von Kunststoff imitiert. Das bedeutet keineswegs, dass nicht auch ein Material wie Kunststoff in seiner Weise echt sein kann: Es gibt großartiges Design aus Kunststoff, das sich ehrlich zu seinem Material bekennt und das deshalb die Bezeichnung »echt« verdient.

Aber Echtheit setzt vor allem Ehrlichkeit voraus – und damit sind wir wohl bei einer der wichtigsten Definitionen des Begriffs, wie wir ihn bei Josko verstehen: Echt ist nur, was ehrlich ist! Deshalb tun wir bei unseren Produkten nicht so als ob. Wir verkleiden zum Beispiel keine minderwertigen Materialien mit hauchdünnen Furnierschichten, um den Eindruck eines Erzeugnisses aus Echtholz zu erwecken – denn echt ist für uns nicht der oberflächliche Eindruck, sondern das, was tatsächlich dahintersteckt. 

Ich denke, dass es hier keineswegs nur um einen Trend, sondern um einen echten Wertewandel und Umdenkprozess geht, um ein großes Bedürfnis und eine tiefe Sehnsucht der Menschen. Wir leben heute in einer Welt, die uns zwar immer mehr bietet, in der aber immer weniger greifbar und begreifbar wird. Wenn wir heute an einem Computer arbeiten, ein Elektroauto fahren oder in sozialen Medien kommunizieren, wissen wir zwar, wie wir diese Dinge benutzen. Wie sie hinter den Kulissen tatsächlich genau funktionieren oder welche weitreichenden vernetzten Konsequenzen sie oft haben, wissen wir meist kaum. Bei vielen Aspekten unseres immer schneller und immer bequemer werdenden Lebens bewegen wir uns nur noch an der Benutzeroberfläche. Und das schafft ein grundsätzliches Gefühl der Unzufriedenheit. Deshalb lässt sich der Begriff des Echten für mich vor allem auch mit einem Gefühl der Zufriedenheit beschreiben.

Echt ist etwas zum Beispiel dann, wenn es sich ganz instinktiv einfach richtig anfühlt. Wenn ein Gefühl des Angekommenseins damit verbunden ist. Wenn ich weiß, dass ich etwas gefunden habe, bei dem ich lange bleiben will. Und das ist ein Gefühl, das uns bei Josko sehr wichtig ist: Wir möchten, dass Menschen lange bei uns bleiben. Das gelingt uns auch sehr oft, bei KundInnen genauso wie bei MitarbeiterInnen und VertriebspartnerInnen. 
 

Absolut! Deshalb ist ja heute unsere Sehnsucht nach dem Echten wieder so groß: weil es im Alltag oft so selten geworden ist, sich Zeit zu nehmen, bei einer Sache zu bleiben und dafür Mühe und Geduld aufzuwenden. Sie müssen sich nur etwa einen Baum ansehen, der am Anfang jedes Holzprodukts von Josko steht. Vom Wald kann man viel lernen, was die Entschleunigung des Lebens betrifft. Denn Bäume haben einen ganz anderen Zeithorizont als wir, und das alleine verdient schon hohen Respekt – während eine Eiche ihr Leben lebt, können inzwischen zehn oder zwanzig Menschengenerationen vorübergehen. In Holz wird also bereits bei seiner Entstehung von Natur aus viel Zeit investiert, das ist einer der Faktoren, die seinen besonderen Wert ausmachen. Und wir steigern diesen Wert noch mehr, indem wir weitere Zeit investieren: Eine Echtholztüre von Josko entsteht nicht schnell in ein paar Stunden, sondern vom angelieferten Holz bis zum fertigen Produkt im Verlauf von vielen Monaten. Das Holz braucht etwa lange Zeit zum sorgfältigen Trocknen, manche Verarbeitungsschritte, wie z. B. das Ölen der Oberflächen von Hand, können mehrere Tage in Anspruch nehmen. Obwohl wir ein sehr modernes und effizientes Unternehmen sind, steckt sehr bewusst eine große Portion an altmodischer Langsamkeit und echter Handarbeit in unseren Holzprodukten, damit sie so werden, wie wir es uns vorstellen. Wer mit Holz arbeitet, muss sich Zeit nehmen und sich Mühe geben.
 

Wie bereits gesagt: Bäume sind sehr langlebig – und damit auch das Holz. Schon bevor es bei uns zu einem Fenster oder einer Türe wird, ist unser Premium-Holz aus Österreich und Mitteleuropa bereits über Jahrzehnte hinweg unter besten Bedingungen gewachsen. Und wir verarbeiten es so, dass es problemlos weitere Jahrzehnte überdauern kann. Produkte, bei denen man in Dimensionen von Jahrzehnten denkt, sind heute eine Ausnahme. Und leider sieht man heute vielen Häusern und den darin verbauten Türen und Fenstern an, dass sie quasi als Wegwerfprodukte konzipiert wurden und kaum eine zweite Generation überdauern. Bei einer Josko Echtholztüre kann es allerdings sein, dass sich Menschen für Holz entscheiden, das bereits älter ist als sie selbst und das ihre Kinder in weiteren 30 Jahren als Erwachsene immer noch zeitlos schön finden. Diesen Generationen überspannenden Gedanken finde ich faszinierend, denn er zeigt, dass im echten Material Holz zugleich auch der Kern der Nachhaltigkeitsidee steckt: nicht nur heute, sondern vor allem in Hinblick auf nachfolgende Generationen verantwortungsvoll zu handeln.

Ein Holzprodukt von Josko ist deshalb in mehrfacher Hinsicht und über seinen gesamten Lebenszyklus nachhaltig: einerseits, was die Nutzung natürlicher, nachwachsender Rohstoffe betrifft, denn Holz ist auch über seine Verarbeitung hinaus ein CO2-Speicher. Andererseits, was die Möglichkeit der langen Verwendung betrifft. Und last but not least auch in Hinblick auf die Entsorgung am Ende dieses Lebenszyklus. Wer konsequent nachhaltig bauen will, kommt deshalb am Werkstoff Holz kaum vorbei.
 

Diese beiden Ansprüche vertragen sich sehr gut, wir definieren Trends nur etwas anders und so zeitlos und langlebig wie möglich. Die in den letzten Jahren zu Recht in Kritik geratene »Fast Fashion« der Modebranche definiert zum Beispiel heute Trends in immer schnellerem Tempo alle paar Wochen neu und belastet mit dieser Flut an kurzlebigen Erzeugnissen die Umwelt mittlerweile mehr als der Flugverkehr – mit Produkten, die nicht wirklich wertgeschätzt und oft kaum getragen werden. Das ist für mich das genaue Gegenteil von echt und das genaue Gegenteil von nachhaltig, denn solche Produkte schaffen wenig Zufriedenheit. Doch wer ein Haus baut, steht vor Entscheidungen, die auch noch in Jahrzehnten Gültigkeit haben und zufrieden machen müssen. Deshalb sind wir bei Josko dazu verpflichtet, Produkte und Ideen anzubieten, bei denen man die Gewissheit verspürt, sich für das Richtige zu entscheiden und dabei bleiben zu wollen – und das für lange Zeit.
 

quote
»Echt ist, was ehrlich ist und zufrieden macht. Und das nicht nur im Augenblick, sondern für lange Zeit.«
Johann Scheuringer jun.

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