Bauen mit Holz

Echt schön

Bauen mit Holz erlebt ein Revival

Der Trend zur modernen Holzarchitektur

Wer sich in Österreich für innovatives Bauen mit Holz interessiert, stößt in den letzten Jahren immer häufiger auf den Namen Erwin Thoma. Der heutige »Visionär des natürlichen Bauens«, wie er gerne tituliert wird, stammt nicht ganz zufällig von dort, wo auch sein Baumaterial herkommt: aus der Forstwirtschaft. Denn Mitte der 1980er-Jahre war Thoma mit damals nur 22 Jahren als Bergführer und jüngster Revierförster Österreichs in den Wäldern des Karwendelgebirges zu Hause.

Später zog die größer werdende Familie des jungen Salzburgers in ein Einfamilienhaus in St. Johann im Pongau, wo Thoma eine erstaunliche Entdeckung machte: Schon bald nach der Übersiedelung begannen seine Söhne unter schwerem allergischem Asthma zu leiden. Auf der Suche nach der Ursache fiel Thomas Verdacht bald auf die Böden des neuen Zuhauses und deren chemische Ausdünstungen. Kurzerhand ersetzte er die Böden durch Massivholz – und die Kinder wurden prompt wieder gesund.

Gesunde Häuser
aus Massivholz

Ein Aha-Erlebnis mit weitreichenden Folgen, denn da schon sein Großvater einst als Zimmermann traditionelle Blockhäuser im bäuerlichen Stil gebaut hatte, gründete er 1990 ein eigenes Unternehmen mit dem Ziel, die gesündesten und besten Häuser zu bauen, die in Massivholzbauweise möglich sind. Schon in seiner Jugend faszinierte ihn das alte Holzwissen von Geigenbauern, Holzknechten und Zimmerleuten, das gemeinsam mit zukunftsweisenden Fertigungstechnologien in seine puristischen Holzhäuser einfließt.

Auf Chemie und auch auf Metall verzichtet sein patentiertes Bausystem vollkommen. Sämtliche Verbindungen der statisch äußert ausgeklügelt konzipierten Holzelemente sind gedübelt, das Haus ist damit hoch stabil, konsequent nachhaltig und nach dem »Cradle to Cradle«-Prinzip restlos recyclebar.

Einzigartiges Lebensgefühl

In den Zimmern des Hotel Molzbachhof sorgt mondgeschlägertes Thoma-Holz für ein einzigartiges Lebensgefühl. Alle Wände und Decken sind nur durch Holzdübel miteinander verbunden, ohne Chemie oder Schadstoffe – für einen gesunden Schlaf ganz nah an der Natur.
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»Wir haben uns beim Bauen unnötig weit von der Natur entfernt. Umso wohltuender ist es, jetzt wieder zu ihr zurückzufinden.«
Erwin Thoma, Forst- und Holzbauexperte

Die österreichische Holzbauszene

Doch nicht nur Erwin Thoma zählt mittlerweile zu den Stars der österreichischen Holzbauszene: Zahlreiche ArchitektInnen in Österreich und Deutschland sind von Holz als nachhaltigem Baumaterial mit großer Zukunft so überzeugt, dass sie auch ihre privaten vier Wände damit gestalten.

So hat etwa die Architektin und Gastronomin Christine Mueller-Zarl für ihr Ferienhaus im Mostviertel nicht nur einfach Holz gewählt, sondern mit Eiche aus dem Baumbestand der umliegenden Wälder zusätzlich besonderen Wert auf dessen Herkunft gelegt. Das betont modern wirkende und zugleich harmonisch in die Landschaft eingebettete Gebäude  beeindruckt mit seinem beinahe skulpturhaften Charakter und seinen dynamischen Formen: Wie ein magischer, ins umliegende Grün eingebetteter Kristall aus Glas und naturbelassenem Holz eröffnet es aus den großflächigen Josko Ganzglassystemen einen nahezu ungehinderten Panoramablick ins umliegende Gebiet der Kalkalpen.

Traditionelle Bauformen

Einen ähnlichen Weg ging auch Architekt Stefan Kohlmeier von Arc Architekten für das Wohnhaus, das er für sich und seine Familie in Bayern errichtete: Das in unmittelbarer Nachbarschaft zu drei denkmalgeschützten Bauernhöfen liegende Gebäude sollte kein radikaler Fremdkörper im Dorfbild werden und dennoch die modernen Wohnbedürfnisse einer jungen Familie konsequent erfüllen. Das in Holzbauweise errichtete Haus erfüllt beide Ansprüche optimal: 

Die puristische Holzfassade zitiert auf schlicht-moderne Weise die traditionellen Bauformen der ländlichen Region, die riesigen Panorama-Fensterflächen nach Osten und Westen machen das Einfamilienhaus zu einem lichtdurchfluteten und zukunftsorientierten Zuhause für modernste Ansprüche, ganz so, »wie man mit traditionellen Blasinstrumenten moderne Musik machen kann«, wie Stefan Kohlmeiers Frau Ingrid das rundum gelungene Projekt definiert.

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»Mit Holz zu bauen ist, also ob man mit traditionellen Blasinstrumenten moderne Musik macht.«
Ingrid Kohlmeier, Bauherrin

Moderne Wohnbedürfnisse

Das neue Wohnhaus in Holzbauweise nutzt leichtes, warmes Holz als prägendes Element in allen Wohnräumen und wird auch mit einem Stückholz-Kaminofen mit Wärmetauscher nachhaltig beheizt.

Puristischer Rückzugsort

Dass man mit Holzbauweise übrigens nicht nur außergewöhnliche Lebensräume schaffen, sondern auch renommierte Architekturpreise gewinnen kann, bewies das Altenmarkter Architekturbüro LP architektur mit dem »Lesehaus« in Embach im Pinzgau. Das aus Brettsperrholz mit einer Fassade aus sägerauen Fichtenplatten errichtete Gebäude wurde – wie der Name bereits andeutet – als puristischer Rückzugsort für einen ebenso anspruchsvollen wie belesenen Bauherren mit großer Bibliothek gebaut und gewann auf Anhieb gleich zwei österreichische und internationale Awards: zum einen den Architekturpreis als »Das Beste Haus 2018« mit dem 1. Preis für das Bundesland Salzburg und zum anderen den 2. Preis beim internationalen »Häuser Award 2018« in Berlin.

Mitten in der Natur

Das "Lesehaus" mitten in der Salzburger Natur ist ein puristischer Rückzugsort aus Brettsperrholz mit einer Fassade aus sägerauen Fichtenplatten, bei dem Holz im Innen- wie im Außenbereich konsequent eine prägende Hauptrolle spielt.

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